Staat. Nation. Kapital. Scheisse. Mit diesem Motto mobilisierte am 28. März das „Ums Ganze! - Bündnis“ zum sogenannten „sozialrevolutionären Block“ der Krisendemo in Frankfurt. Mensch gab sich betont antinational, gleich am Anfang wurde verkündet, Nationalsymbole würden nicht geduldet. Diese Aussage war vielen der Anlass, die TrägerInnen zweier Israelfahnen verbal zu attackieren. Auch die Demoleitung forderte zum Einrollen der Fahnen auf. Die allgegenwärtigen Palitücher oder die Deutschlandfahne im Logo der Deutschen Kommunistischen Partei am Versammlungsort interessierten die OrdnerInnen anscheinend kaum. Als die israelsolidarischen DemonstrantInnen sich weigerten, die Fahnen zu entfernen, wurde großzügig ein Kompromiss vorgeschlagen: Mensch dürfe bleiben, wenn man sich am hinteren Ende des Zuges aufhielte, direkt hinter dem Block der Kommunistischen Partei der Türkei, aus welchem es schon mehrfach zu Gewaltandrohungen gekommen war. Der Hinweis auf die Gefahr für die eigene körperliche Unversehrtheit, die von einem Aufenthalt mit Israelfahne hinter diesem Block ausgehe, wurde von dem kompetenten, anwesenden Mediator/Ordner nur mit: „das ist nicht mein Problem.“ beantwortet. Weil sich die Demo kurz darauf losbewegte, endeten die Probleme vorerst. Doch schon beim nächsten Stopp 100 Meter weiter wäre die Situation ohne die spontane Parteinahme einiger GenossInnen aus Würzburg mit den Fahnenträgern wahrscheinlich eskaliert. Als weitere Anfeindungen begannen und einige PalituchträgerInnen sich zusammenrotteten, beschlossen die israelsolidarischen Personen, den Demozug zu verlassen.
(more…)